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Tierversuche: Das grosse Dilemma

Eigentlich sind alle Menschen gegen Tierversuche. Aber ebenso möchten alle Menschen, wenn sie krank sind, die besten und sichersten Medikamente und Therapien erhalten. Ohne Tierversuche geht das nicht. Wie gehen Sie mit diesem Dilemma um?

3. Mehr Forschung, mehr Tierversuche

Nun aber, nach 25 Jahren stetem Rückgang der Tierversuchszahlen ist das Potenzial für weitere Optimierungen eng geworden. Die Tierversuchszahlen stagnieren bei etwa 500’000 und sind in den letzten Jahren gar wieder leicht angestiegen. Ein Grund für diesen Trend ist die verstärkte Forschung an Hochschulen und in der Industrie. An Universitäten und in Pharmafirmen wird mehr geforscht und das bedeutet auch mehr Tierversuche.

Ein weiterer Grund für die ansteigenden Tierversuchszahlen sind die Fortschritte im Bereich der biomedizinischen Forschung, z. B. die Entzifferung des menschlichen Genoms. Das neue Wissen hat zu einem erhöhten Bedarf an transgenen Tieren geführt (siehe Kapitel gentechnisch veränderte Tiere). Solche Tiere werden eingesetzt, um die Wirkung einzelner Gene im ganzen Organismus zu untersuchen.

Präklinisches „Magnetic Resonance Imaging“ (MRI)-Labor: Mitarbeiter beim Positionieren des Tieres im Zentrum des Magneten. Mit Hilfe von MRI können Tierversuche nahezu schmerzfrei durchgeführt werden.
© Roche