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Nanomedizin

Seit langem ist bekannt, dass Krebszellen empfindlich auf Hitze reagieren und dass dies eine Möglichkeit der Krebsbekämpfung ist. Erste Versuche, die erkrankten Stellen von aussen zu erhitzen, scheiterten aber, da die Hitze nicht effizient genug von der Hautoberfläche ins Innere transportiert werden konnte.

Forschende haben daher eine neue Methode entwickelt, bei der Eisenoxidteilchen in ein Krebsgewebe gespritzt und danach mit Hilfe eines Magnetfeldes in Schwingung gebracht und erhitzt werden. Dadurch sterben die Krebszellen ab, der Tumor schrumpft, und das umliegende Gewebe wird geschont. Eine klinische Studie der Universität Texas hat die Methode erfolgreich auf Prostatakrebspatienten angewendet. In einer anderen klinischen Studie mit Patienten, bei denen wiederholt ein Hirntumor diagnostiziert worden war, überlebten die Patienten mit dieser Methode 13.4 Monate (im Vergleich dazu liegt die durchschnittliche Überlebenszeit solcher Patienten bei 6.2 Monaten). Ob sich das Verfahren neben Chemotherapie, Strahlentherapie und Chirurgie als vierte Säule der Krebsmedizin etablieren wird, werden weitere Abklärungen erst zeigen müssen.

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