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Neue Krebsmedikamente

Die Entwicklung von Glivec ist in zweierlei Hinsicht erwähnenswert: Erstens, weil das Beispiel zeigt, wie lange die Erforschung und Entwicklung eines Medikamentes dauern können, in diesem Fall 40 Jahre. Zweitens zeigt Glivec, wie das Wissen über die molekulare Entstehung einer Krebsart zu einem erfolgreichen Medikament geführt hat.

Das Problem ist allerdings, dass die meisten Krebsarten auf mindestens vier bis fünf verschiedenen Mutationen beruhen und nicht nur auf einer. CML ist da eher eine Ausnahme. Deshalb setzen Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler auf die Karte

Kombination: Je mehr Angriffspunkte den Forschenden bekannt sind, desto gezielter können sie auf den jeweiligen Krebs eingehen.

Dies ist prinzipiell keine neue Idee. Kombinationstherapien sind heute Standard bei vielen Krebstherapien. Aber die meisten Therapien bauen noch immer auf bestehende, nicht-spezifische Medikamente. Die Aufgabe der Forschenden besteht nun darin, die neuen Krebsmedikamente erfolgreich miteinander zu verbinden, so dass am Ende – so die Vision – für jede Krebsart eine massgeschneiderte Therapie zur Verfügung steht.

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