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Personalisierte Medizin

Pro

Medikamentensicherheit

Die begründete Hoffnung besteht darin, dass Patienten dank der Pharmakogenomik von Medikamenten profitieren, die besser auf sie zugeschnitten sind, und dass dadurch weniger Nebenwirkungen auftreten. Damit steigt das Vertrauen in diese Medikamente. Verschiedene Beispiele belegen diesen Effekt.

Kosten

Viele Experten sind der Ansicht, dass das Gesundheitswesen von der Pharmakogenomik profitieren wird, da nur noch Medikamente verschrieben werden, die auch tatsächlich wirken. Dadurch sollten Kosten eingespart werden. Aber gerade in diesem Punkt gibt es auch andere Stimmen. Pharmakogenomik könnte die Kosten im Gesundheitswesen auch erhöhen, denn diagnostische Tests kosten auch Geld.

Contra

Umgang mit genetischen Daten

Bereits heute erfahren viele Menschen in der Schweiz etwas über ihre Gene, zum Beispiel im Rahmen einer Behandlung. Wer hat Zugriff auf diese Daten? Wie hoch ist das Risiko, dass Missbrauch mit diesen Daten getrieben wird, falls sie elektronisch vorhanden sind und in Datenbanken zugänglich sind?

Wahrscheinlichkeiten

Auch die Pharmakogenomik kann keine absolute Sicherheit bieten. Sie kann höchstens mit einer gewissen Wahrscheinlichkeit voraussagen, ob ein Medikament bei einer Person mit einem bestimmten Genprofil Nebenwirkungen auslösen wird oder nicht. Der Umgang mit Wahrscheinlichkeiten kann heikel sein.

Ein Blick ins eigene Genom – lohnt sich das?

Seit gut 10 Jahren gibt es Firmen, die über das Internet ein delikates Angebot machen: ein Blick in die eigenen Gene. Habe ich eine höhere Wahrscheinlichkeit, an Krebs zu erkranken? Oder an Parkinson? Oder für psychische Störungen wie Depressionen?

Viele Experten sind derzeit skeptisch gegenüber solchen Angeboten ohne den „Umweg“ über den Arzt, weil das Wissen über die Entstehung vieler Krankheiten noch begrenzt ist und unbegründete Ängste ausgelöst werden können. Hinzu kommt, dass sich solche Gentests in der Schweiz bisher in einer rechtlichen Grauzone bewegten. Das Gesetz über genetische Untersuchungen beim Menschen (GUMG) regelte bis 2018 nur Gentests auf ärztliche Anordnung. 2018 hat das Parlament eine Revision gutgeheissen, womit auch Gentests ausserhalb des medizinischen Bereichs gewisse Grundsätze (z.B. Nichtdiskriminierungsverbot, Aufklärungspflichten, Datenschutz) einhalten müssen. Würden Sie wissen wollen, wie ihre Gene aussehen?

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