7. Neuere Strategien der Impfstoffherstellung

Mit biotechnologischen Methoden können Influenza-Impfstoffe heute in Zellkulturen produziert werden. Zellkulturen bedeuten weniger Aufwand und sie enthalten keine Spuren von Hühnereiweiss, gegen das einige Menschen allergisch reagieren. Es können auch nur einzelne virale Proteine produziert werden, im Fall von Influenza vor allem die beiden Antigene HA und NA. Die Gene werden als DNA-Sequenzen in Plasmide eingesetzt, vermehrt und in Hefezellen eingebracht, wo dann die rekombinanten Proteine produziert werden.

Universelle Grippeimpfung
Ziel der Forschung ist es zudem, einen Impfstoff herzustellen, der einen langjährigen und universellen Immunschutz gegen alle Influenza-Typen bieten würde. Wenn das gelänge, müsste nicht jedes Jahr ein neuer Impfstoff entwickelt werden. Bislang sind jedoch alle derartigen Versuche gescheitert.

Weitere Informationen zum Thema Impfen: http://www.interpharma.ch/biotechlerncenter/de/Impfen.asp

Antivirale Medikamente
Schutz gegen Influenzaviren bieten nicht nur eine Impfung, sondern auch verschiedene Medikamente. Sogenannte antivirale Medikamente greifen an verschiedenen Stellen in den Replikationszyklus der Viren ein und können diesen unterbinden: Gewisse Wirkstoffe verhindern den Eintritt des Virus in die Zelle, andere interagieren beim Endosom oder beim Verlassen der Zelle.

Reinigung eines Influenza-Impfstoffs im Rahmen der Zellkultur-Produktion
Reinigung eines Influenza-Impfstoffs im Rahmen der Zellkultur-Produktion
© Novartis