8. Genetik: Wie Vererbung funktioniert

Die Genetik (Vererbungslehre) ist ähnlich alt ist wie die Biotechnik: Eine babylonische Tafel, mehr als 6'000 Jahre alt, zeigt den Stammbaum von Pferden, andere alte Zeichnungen zeigen Kreuzungsversuche mit Palmen. Durch klassische Zucht und Kreuzungsverfahren entstanden Kulturpflanzen und Haustiere mit neuen Eigenschaften, die dem Menschen nützlich waren. Welch enormes Veränderungspotential den genetischen Methoden innewohnt, zeigt auch die Rassenvielfalt der Hunde, die aus dem Wolf herausgezüchtet wurden.

Lange Zeit war den Menschen nicht klar, wie die Mechanismen der Vererbung funktionieren. Aristoteles zum Beispiel meinte, dass das männliche Sperma gereinigtes Blut und dass Blut daher das Element der Vererbung sei. Dieses Konzept überlebte lange in der westlichen Welt. Dies belegen die noch heute verwendeten Begriffe "blaues Blut" und "Blutsverwandtschaft".

Homunculus
Homunculus.
© N. Hartsoecker 1695, Wikipedia