10. Prinzip Kontrolle statt Verbote

Tierversuche werden heute streng kontrolliert. Personen, die Tierversuche durchführen, werden besonders geschult und ausgebildet. Dies entspricht auch dem Willen einer Mehrheit der Schweizer Bevölkerung. Diese hat sich in mehreren Volksabstimmungen für das Prinzip Kontrolle statt Verbote stark gemacht. Die letzte Abstimmung im Jahre 1993 "zur Abschaffung der Tierversuche" wurde mit über 70 Prozent verworfen. Es ist besser, Tierversuche unter strengen Kontrollen zuzulassen, anstatt diese gänzlich zu verbieten, so die Mehrheitsmeinung. Die Schweiz hat mit diesem Modell den Spagat geschafft, in der Forschung und im Tierschutz international an der Spitze zu bleiben. Denn viele Länder haben beim Tierschutz nicht die hohen Standards wie die Schweiz. Eine Verlagerung der Tierversuche ins Ausland ist daher nicht wünschenswert.

Die Zukunft der Tierversuche wird eine schwierige bleiben. Einerseits, weil Behörden immer mehr Sicherheit bei Lebensmitteln und Arzneimitteln fordern. Diese Sicherheit muss zu einem gewissen Teil durch Tierversuche gewährleistet werden. Andererseits fordern Tierschützer eine weitere Reduktion der Tierversuche, insbesondere bei Schweregrad 3-Versuchen. Hier gilt es in Zukunft einen Weg zu finden, der alle Seiten zufrieden stellt.