1. Die neue Generation von Krebsmedikamenten

Im Jahre 1971 hielt der damalige US-Präsident Richard Nixon eine flammende Rede, mit dem er den Krieg gegen den Krebs lancierte («war on cancer»). In den mehr als dreissig Jahren seit Nixons Rede wurden Milliardenbeträge in die Krebsforschung gesteckt - öffentliche und private Forschungsgelder. Geht man nach den absoluten Zahlen, dann scheint die Wissenschaft den «Krieg gegen Krebs» jedoch zu verlieren. Gemäss Statistik der Weltgesundheitsorganisation WHO wurden im Jahr 2000 zehn Millionen Menschen weltweit mit Krebs diagnostiziert, sechs Millionen Menschen starben daran. Bis ins Jahr 2020 könnte die Zahl von neu an Krebs erkrankten Patienten auf 15 Millionen ansteigen. Gründe dafür sind die alternde Bevölkerung sowie Erbanlagen, Umwelt und Lebensstil, wie zum Beispiel ein trotz aller Präventionsprogramme ansteigender Tabakkonsum.

Die Schweiz bildet dabei keine Ausnahme: Krebserkrankungen liegen hierzulande hinter den Herzkreislaufleiden in der Statistik der Todesursachen an zweiter Stelle. Jeder vierte Todesfall ist derzeit auf Krebs zurückzuführen, im Jahr 2009 waren dies 16'504 Fälle. Bei älteren Personen sind es sogar noch mehr: jeder dritte Mann und jede vierte Frau wird vor dem 75. Geburtstag mit einer Krebsdiagnose konfrontiert.

BTLC Krebsmedikamente Zellteilung
Basis für alles Leben: die Zellteilung (blau gefärbt: Zellkern).
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